
Auch wir Lehrpersonen bilden uns weiter: Inklusionstagung (Individuelle Berufsausbildung) 2026
Im Zentrum der Veranstaltung standen aktuelle Entwicklungen in der Individuellen Berufsausbildung, fachlicher Austausch sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen und Personen.
Nach der Begrüßung und Programmbesprechung widmete sich Mag.a Anja Fuchs, BA dem Themenbereich KOST & Ausbildungspflicht. Dabei wurden Rahmenbedingungen, Unterstützungsangebote und aktuelle Fragestellungen im Kontext der Ausbildungspflicht praxisnah beleuchtet. Im Anschluss präsentierte Wolfgang Gratzel, MAS, LL.M. aktuelle Entwicklungen aus ibis acam im Bereich ÜBA2 und gab Einblicke in bestehende Angebote und Perspektiven der überbetrieblichen Ausbildung.
Einen wichtigen Schwerpunkt des Tages bildete der Onlineinput „Interkulturelle Kommunikation“ von Dr. Melitta Hummel-Sunjic, ehemalige Pressesprecherin des UNHCR. In ihrem Vortrag zeigte sie eindrucksvoll die Bedeutung interkultureller Kompetenz in Bildungs- und Ausbildungsprozessen auf und regte zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Diversität, Kommunikation und professioneller Beziehungsgestaltung an.
Im Rahmen des Berichts aus der BundesARGE in Wien informierten Anja Werle und Clemens Unterthiner über aktuelle Entwicklungen auf Bundesebene und gaben einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen innerhalb der individuellen Berufsausbildung. Der Austausch verdeutlichte die Relevanz bundesweiter Vernetzung und gemeinsamer strategischer Weiterentwicklung.
Am Nachmittag stand das Thema „Autismus und Beeinträchtigung – Ein Perspektivenwechsel“ im Fokus. Mag.a Alina Kühnel und Mag.a Sabine Lang von der Bildungsdirektion Tirol vermittelten fachliche Grundlagen, praxisnahe Perspektiven und wertvolle Impulse für einen inklusiven und ressourcenorientierten Umgang mit neurodivergenten Lernenden im berufsschulischen Kontext. Der Beitrag bot den Teilnehmenden zahlreiche Anregungen für die praktische Arbeit im Schul- und Ausbildungsalltag.
Die bewusst eingeplanten Open-Space-Phasen ermöglichten darüber hinaus kollegialen Austausch, Vernetzung und informelle Diskussionen zwischen den Teilnehmenden. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wesentlich kontinuierliche Fortbildung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen für die erfolgreiche Gestaltung individueller Berufsausbildung an Tiroler Fachberufsschulen sind.