QMS-Kongress - Wir waren dabei

von Clemens Unterthiner
17. März 2026

Im Zentrum des Kongresses stand die Frage, wie erweiterte schulische Autonomie verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Mehr Entscheidungsspielräume – etwa in pädagogischen Konzepten, der Personalentwicklung oder der Organisation – gehen stets mit einer erhöhten Verantwortung für Qualität, Chancengerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung einher. Der Qualitätsrahmen des QMS wurde dabei als zentrales Instrument hervorgehoben, um diese Verantwortung systematisch und zielorientiert wahrzunehmen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Keynote von Frank Wagner, Schulleiter der Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm (Deutschland). In seinem Vortrag schilderte er eindrucksvoll die Entwicklung seiner Schule, die im Jahr 2007 noch kurz vor der Schließung stand. Mit großem Engagement und klarer Vision gelang es ihm und seinem Team, die Schule trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in eine vielfach ausgezeichnete Vorzeigeschule zu transformieren. Wagner betonte dabei, dass erfolgreiche Schulentwicklung keine Patentrezepte kenne, sondern ein kontinuierlicher Prozess des Ausprobierens, Anpassens und Reflektierens sei – stets mit dem Fokus auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.

Im Anschluss an die Keynote bot der Kongress Raum für vertiefende Diskussionen und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Schulen. Diese Dialogphasen ermöglichten es, eigene Erfahrungen einzubringen, neue Perspektiven kennenzulernen und konkrete Anregungen für die eigene Schulentwicklung mitzunehmen.

Der QMS-Kongress 2026 stellte somit eine wertvolle Plattform für Vernetzung, Inspiration und fachlichen Austausch dar. Die Teilnehmenden konnten zahlreiche Impulse gewinnen, wie verantwortungsvolle Schulautonomie im Sinne einer nachhaltigen Qualitätsentwicklung umgesetzt werden kann.